02161 / 5493-0 ( Zentrale Mo-Fr 8-18 Uhr)

Stoßwellentherapie als schmerztherapeutische Alternative zur Operation

 

Fachbereich Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Therapie

Welche Schmerzen können mit der fokussierten, extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) behandelt werden?

Allein in Deutschland leiden jährlich mindestens 50.000 Menschen an chronischen Schmerzzuständen, die durch

- Tennis- oder Golferellenbogen
- Fersensporn oder
- Verkalkungen in der Schulter (Kalkschulter)

ausgelöst werden.

Häufig lassen sich diese Schmerzzustände auch ohne Eingriff behandeln. Dabei kommt der Stoßwellentherapie eine wichtige Rolle in der ambulanten Therapie als Alternative zur Operation oder medikamentösen Behandlung zu.


Wie funktioniert die Therapie?

Bei einer Stoßwellentherapie werden gebündelte Schallwellen (Stoßwellen) auf den schmerzenden Punkt, z.B. der Schulter oder unter der Ferse gerichtet.  Die durch den fokussierten Ultraschall ausgelösten Vorgänge im erkrankten Gewebe reduzieren oder beseitigen ohne eine Verletzung des Gewebes die Schmerzen. Wir arbeiten seit etwa 18 Jahren mit der Stoßwellentherapie und haben mehr als tausend Behandlungen selbst durchgeführt. Die Therapie ist nach unseren persönlichen Erfahrungen in 60 bis 85 Prozent der Fälle erfolgreich.

Nach einer lokalen Betäubung wird der Schallkopf auf die betroffene Körperregion gesetzt. Das Therapiegerät erzeugt außerhalb des Körpers Schallwellen hoher Energie. Diese werden über ein Wasserkissen im Schallkopf an den Körper weitergeleitet. Der Patient fühlt dabei die kurzen Impulse und unterstützt den Orthopäden dabei, die Stoßwellen an den Punkt der stärksten Schmerzempfindung zu dirigieren.


Welche Vorteile bietet diese Behandlung?

  • Rein ambulante Behandlung in drei Therapieeinheiten, jeweils ca. 15 Min
  • Schnell, schonend
  • Nur lokale Betäubung nötig
  • In der Regel sind Sie am Folgetag nach der Behandlung, oder sogar am gleichen Tag, wieder arbeitsfähig.

Das bestmögliche Behandlungsergebnis wird aber erst nach 3 Behandlungen im Abstand von ca. 4 Wochen erreicht.


Was hilft außerdem bei dieser Schmerzproblematik?

Für eine erfolgreiche Schmerztherapie können mehrere Therapieformen im Behandlungsplan miteinander kombiniert werden.


Weitere Behandlungsmöglichkeiten:

  • Einlagen: entlasten den schmerzenden Punkt an der Ferse. Sie verhindern beim Gehen einen direkten Kontakt zwischen Ferse und Boden
  • Eine Operation des Fersensporns steht zwar theoretisch zur Verfügung. Der unangenehme Eingriff mit langer Heilungsdauer hat aber eine sehr schlechte Erfolgsquote und wird von uns nicht empfohlen.
  • Operative Verfahren der Schulter stehen in unterschiedlicher Weise zur Verfügung und können, bei richtiger Indikation, sehr sinnvoll und auch erfolgreich sein. Natürlich ist eine Operation immer das letzte Mittel und zuvor sollten alle weniger belastenden Verfahren, die sinnvoll sind, ausgeschöpft worden sein.

Bevor eine Stosswellentherapie geplant wird, soll durch den erfahrenen Facharzt für Orthopädie genau festgestellt werden, ob alle anderen sinnvollen Verfahren ausgeschöpft worden sind.


Wer trägt die Kosten?

  • Private Krankenversicherungen übernehmen die Behandlung vollständig.
  • Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Behandlung nicht.


Weitere Informationen erhalten Sie an unserem Empfang. 
Vielen Dank.

 

zu  "Von A bis Z"

zur "Übersicht Schmerztherapie"

zum Fachbereich Orthopädie

Impressum Fachbereich Orthopädie

Das Albertuszentrum verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Webseite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Weitere Informationen Ok