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Schmerztherapie der Wirbelsäule

 

Fachbereich Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Therapie

Zur Wirbelsäule gehören die Wirbel, die Bandscheiben, zahlreiche Bandverbindungen und Gelenke zwischen den einzelnen Bewegungssegmenten der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule ist für die aufrechte Haltung zuständig. Sie steht in enger anatomischer Verbindung mit wichtigen Strukturen des Nervensystems. Zahlreiche Erkrankungen der Wirbelsäule gehen mit Schmerzen und Bewegungsstörungen einher. Nicht immer jedoch muss ein Schmerz im Bereich der Wirbelsäule mit einer Verschleißerkrankung, einem Bandscheibenvorfall oder einem sonstigen Dauerschaden verbunden sein.

In den allermeisten Fällen liegen lediglich Funktionsstörungen und Überlastungen der Gelenke und der umgebenden Muskulatur vor. Sog. Blockierungen oder Verklemmungen von Wirbelgelenken führen in sehr vielen Fällen zu schmerzhaften Verspannungen der Muskulatur in der Umgebung der Wirbelsäule.
Besonders wichtig sind dabei Bewegungsblockierungen der Gelenke im Bereich der Halswirbelsäule. Hier kommt es häufig zu Kopfschmerzen, zu Schwindelzuständen, zu Ohrgeräuschen oder auch Sehstörungen. Auch Übelkeit bis hin zum Erbrechen kann ein Symptom einer Blockierung von Gelenken der Halswirbelsäule sein. Die sog. Manualtherapie oder Chirotherapie ist eine wirksame Möglichkeit, solche Bewegungsstörungen ohne den Einsatz von Injektionen oder eingenommenen Medikamenten zu beseitigen.

Ähnliche Blockierungen von Gelenken können im Abschnitt der Brustwirbelsäule, also dem mittleren Teil der Wirbelsäule zu schmerzhaften, bis in den Brustkorb ausstrahlenden Beschwerden, die häufig mit der Atmung veränderlich sind, führen. Auch hier lassen sich die Schmerzen sehr häufig durch chirotherapeutische Behandlungen, d.h. spezielle Bewegungstechniken, die mit dem Arzt zusammen durchgeführt werden, beseitigen. Entsprechendes gilt für Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, also dem untersten Abschnitt der Wirbelsäule. Die Schmerzen in diesen Bereichen sind nach Durchführung einer Chirotherapie oft sofort vollständig verschwunden, wenn nicht zusätzlich Verschleißerkrankungen der Wirbelgelenke vorliegen und / oder Nervenstrukturen mitbetroffen sind, z.B. durch Bandscheibenvorfälle.

Eine oft verbreitete Meinung ist, dass die chirotherapeutische Behandlung, die wir auch Deblockierung nennen, nur ein oder zweimal durchgeführt werden darf, da sonst eventuell Gelenkschäden oder sonstige Schäden zu befürchten seien. Dies entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Eine technisch korrekt durchgeführte chirotherapeutische Behandlung kann mehrfach wiederholt werden. Selbstverständlich sollten dabei nicht nur die Blockierungen der Gelenke beseitig werden, sondern auch ein entsprechendes Muskeltraining eingeleitet werden, um weitere Blockierungen in der Zukunft zu verhindern oder zumindest seltener auftreten zu lassen. Hierzu können krankengymnastische Übungen, Bewegungsbäder, in bestimmten Fällen Massagen sowie auch ein regelmäßiges Fitness-Training erforderlich sein. Sehr häufig ist es begleitend erforderlich, durch schmerztherapeutische Injektionen die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Training zu schaffen.

Ein Patient, der während einer Krankengymnastik oder eines Fitness-Trainings unter bewegungsabhängigen Schmerzen leidet, wird sein Training nicht so erfolgreich absolvieren, wie ein schmerzfreier Patient. Häufig ist es erforderlich zusätzlich Medikamente, die eingenommen werden sollten, zu verordnen. Dies können Schmerzmedikamente, jedoch auch sog. entzündungshemmende Medikamente oder muskelentspannende Medikamente sein.

 

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