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Die Wirbelsäule und Rückenschmerzen aus orthopädischer Sicht

Sie haben Beschwerden mit Ihrem Rücken oder Ihrer Wirbelsäule und suchen nach einer Lösung? Dann können Sie sich mit unserer Schnellübersicht einen Überblick über die Ursachen Ihrer Beschwerden machen. Weiterhin zeigen wir Ihnen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten auf.

Beschwerden und Ursachen

Rückenschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Problemen. Ab einem gewissen Alter leidet fast jeder darunter. „Viele Patienten glauben, dass die Rückenschmerzen von der Bandscheibe herkommen“, sagt Dr. Joseph Heussen, Facharzt für Orthopädie. Doch das ist ein Irrtum: nur bei zwei bis drei Prozent der Patienten, die mit Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen, ist die Bandscheibe schuld. Bei 97 Prozent haben die Probleme andere Ursachen. Sie liegen oft in der Statik des Körpers oder besser gesagt in der Fehlstatik begründet.
Die Statik des Körpers ist eigentlich so angelegt, dass der Energieaufwand für die Muskulatur möglichst gering ist. Die  Wirbelsäule  verteilt den Druck Richtung Becken, Beine und Füße. Druckveränderungen werden durch Muskelreflexe ausgeglichen. Liegt aber eine Fehlstatik vor, dann wird ein Gelenk oder eine Gruppe von Gelenken dauerhaft stärker belastet. Das Gelenk verschleißt, es kommt zu Entzündungen und Schmerzen. Währenddessen versuchen die Muskeln, der Fehlstatik entgegenzuwirken und die Belastung für das Gelenk zu reduzieren. Sie kompensieren so viel wie möglich, müssen aber ständig arbeiten und sind angespannt, Verspannungen sind die Folge.

Rückenbeschwerden sind eine "Volkskrankheit". Wer kennt das nicht? In unserem heutigen Alltag wird fast jeder irgendwann in seinem Leben davon betroffen sein. Rückenschmerzen lassen sich grob in drei Regionen aufteilen.

Die wohl bekanntesten Rückenschmerzen treten im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), kurz oberhalb des Beckens auf. Aber was sind die wirklichen Ursachen all dieser Beschwerden? Sind es die Bandscheiben? Der Bandscheibenvorfall, der Ischiasschmerz - das ist immer das, was sofort im Gespräch ist und was die Idee auch des Patienten und auch vieler Behandler zur Ursache ist.

Die wahre Ursache von 97% - 98% aller Rückenbeschwerden ist die Haltung und nicht wie oft vermutet die Bandscheiben. Wird der Druck in einem Gelenk durch Fehlbelastungen zu hoch, kann es zu einer Gelenkentzündung kommen. Es werden muskuläre Spannungsreize ausgelöst, die das Gelenk entlasten sollen. Gelingt dies nicht, entsteht ein Teufelskreis aus Schmerz und muskulärer Spannung. Als erfahrene Fachärzte für Orthopädie sorgen wir dafür, die schmerzhaften Gelenke genau zu lokalisieren und mittels einer dünnen Therapiesonde sehr schmerzarm von der Entzündung zu befreien. Ein anschließendes Training hat zum Ziel, eine wirksame Entlastung der Gelenke zu bewerkstelligen.

Ursachen von Rückenschmerzen: VIDEO

Rückenschmerzen im Bereich der Halswirbelsäule (HWS)

HWS Syndrom

Rückenschmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS)

BWS Syndrom

Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS)

LWS Syndrom

Muskuläre Dysbalance

Eine muskuläre Dysbalance ist ein gestörtes Spannungsverhältnis zwischen den muskulären Agonisten und Antagonisten eines Gelenks. Durch diese Störung kommt es zu einer vermehrten Belastung im Gelenk. Als Folge können chronische Schmerzen auftreten, die Sie im Alltag einschränken.

So können viele orthopädische Beschwerden auf eine Muskeldysbalance zurück geführt werden. Für eine optimale Funktion unseres Körpers sollten die Muskeln (Spieler und Gegenspieler) möglichst die gleiche Länge und Kraft besitzen. Zu einem Ungleichgewicht kann es durch einseitige Belastung, zu wenig Bewegung oder Fehlhaltungen kommen. Dies führt dann zu Reizungen von Bändern, Sehnen und Gelenken. Durch eine überwiegend sitzende Haltung mit hängenden Schultern kann es zur Verkürzung der Brustmuskulatur und zur Überdehnung der oberen Rückenmuskulatur kommen. Dadurch kommt es zu einem Rundrücken. Im Bereich der Halswirbelsäule führt das Sitzen in der Fehlhaltung zur Verspannung und Verhärtung der Muskulatur. Mittels einer genauen körperlichen Untersuchung durch den Facharzt für Orthopädie, einer 4D-Haltungsanalyse und ggf. einer Muskelkraftmessung wird das Ausmaß der muskulären Dysbalance festgestellt und das individuelle Übungs- und Trainingsprogramm erstellt.

Facettenarthrose: Funktionsstörung der Wirbelgelenke

Zur Behandlung der Facettenarthrose setzen wir im ALBERTUS ZENTRUM die Facetteninfiltration ein. Dabei injizieren wir gezielt entzündungshemmende und schmerzlindernde Substanzen, entweder unter Ultraschallkontrolle oder CT-gesteuert. Diese Form der Schmerztherapie bietet den Vorteil, dass man mit sehr kleinen Medikamentendosen lokal gute Wirkungen erzielt. Nach der Befreiung von dem entzündlichen Schmerz bei einer Facettenarthrose ist der Patient in der Lage, unter unserer fachärztlichen Überwachung, gemeinsam mit unseren Physiotherapeuten und Diplom-Sportwissenschaftlern ein individuell zugeschnittenes Trainingsprogamm zum Aufbau der Muskulatur durchzuführen. Dies beseitigt wirksam die Dysbalance im muskulären System und reduziert den Druck im betroffenen Wirbelgelenk, was zu einer lang anhaltenden oder in vielen Fällen gar dauerhaften Schmerzbefreiung führt.

Zur Behandlung der Facettenarthrose setzen wir im ALBERTUS ZENTRUM die Facetteninfiltration, eine CT-gesteuerte Schmerztherapie ein.

Nervenwurzelreizung durch Bandscheibenvorwölbung / -vorfall

Die Nervenwurzelreizung entsteht durch eine Verengung der Nervenkanäle, die meist durch einen Bandscheibenvorfall, eine Bandscheibenvorwölbung oder knöcherne Anbauten bedingt ist. Eine gereizte Nervenwurzel schwillt an und verstärkt dadurch den ohnehin durch die Nervenkanalverengung verursachten, schmerzhaften Druck.

Die Fachärzte für Orthopädie im ALBERTUS ZENTRUM setzen hier die periradikuläre Therapie - PRT ein.

Vereinbaren Sie einen Termin unter 02161 54 93-100

Behandlungen und Therapien

Trainingstherapie

Die medizinische Trainingstherapie - MTT - dient dem Muskelaufbau, Verbesserung der Kraft, Ausdauer und Koordination. Im ALBERTUS ZENTRUM bieten wir Ihnen dieses spezielle Training nach dem FPZ-Konzept an.

Die FPZ Rücken-Therapie besteht aus dem Aufbauprogramm und einem weiterführenden Programm. Der erste Schritt zu einem gesunden Rücken ist die Analyse Ihrer Muskulatur. Speziell konstruierte Geräte erfassen die Kraft und Beweglichkeit der Wirbelsäule und der wichtigsten Muskelgruppen. Daraus fertigen wir das „muskuläre Profil“ Ihres Rückens an. Aus diesen Daten lesen wir ab, wie wir Ihre Therapie gestalten müssen. Sie erhalten exakt das Training, das Sie brauchen. Persönlich, punktgenau, präzise. Gemeinsam mit unseren Fachärzten und Physiotherapeuten, bzw. Diplom-Sportwissenschaftlern, absolvieren Sie über mehrere Monate hinweg ein Trainingsprogramm, welches individuell auf Sie zugeschnitten ist. Die Trainingseinheiten dauern  je 60 Minuten und beinhalten Gymnastik, Krafttraining und Übungen zur Entlastung der Wirbelsäule. Nach Ende des Aufbauprogramms analysieren wir Ihre Muskulatur erneut. Vom Ergebnis der Messung hängt ab, wie lange Sie das weiterführende Programm besuchen. Dabei geht es um den langfristigen Erhalt Ihrer Rumpf-, Nacken- und Halsmuskeln. Das erreichen wir durch eine wöchentliche Trainingseinheit.
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Facetteninfiltration

Die Facetteninfiltration ist eine Ultraschall- oder CT(Computertomographisch)-gesteuerte Schmerztherapie. Bei ihr handelt es sich um ein besonders präzises Verfahren. Unter Ultraschall gesteuerter Sichtkontrolle oder bei entsprechendem Erfordernis computertomographischer Sichtkontrolle werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente millimetergenau an die Wirbelgelenke appliziert.
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Periradikuläre Therapie (PRT)

Bei der periradikulären Therapie - PRT wird CT-gesteuert ein entzündungshemmendes Medikament millimetergenau an die Nervenwurzel gebracht. Diese schwillt unter dem Medikament merklich ab, der Schmerz wird gelindert.

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Kryodenervation

Die Kryodenervation ist ein Verfahren, das bei der Behandlung des chronischen Rückenschmerzes eingesetzt wird. Unter radiologischer Kontrolle, mit einem so genannten Bildwandler, wird nach örtlicher Vorbetäubung eine dünne Spezialsonde an die Kapsel der betroffenen Facettengelenke (Wirbelgelenke) geführt und die den Schmerz leitenden Nervenfasern des Gelenkes vereist. Hierdurch kommt es zu einer Unterbrechung der Weiterleitung der Schmerzimpulse. Das Verfahren gilt als risikoarm und bei richtiger Indikationsstellung und Durchführung als sehr erfolgreich.
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Dieser Text wurde vom Fachbereich Orthopädie verfasst. Mehr Infos und das Impressum Fachbereich Orthopädie haben wir für Sie verlinkt. Wünschen Sie mehr Informationen, dann schauen Sie bei "Von A bis Z" vorbei.