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Die Hüfte aus orthopädischer Sicht

Sie haben Beschwerden mit Ihrer Hüfte und suchen nach einer Lösung? Dann können Sie sich mit unserer Schnellübersicht einen Überblick über die Ursachen Ihrer Beschwerden machen. Weiterhin zeigen wir Ihnen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten auf.

Beschwerden und Ursachen

Hüftschmerzen müssen nicht immer aus einer Erkrankung der Knochen oder des Knorpels resultieren. Grund hierfür kann auch eine Muskelfunktionsstörung sein. Die muskuläre Dysbalance kann zu Schmerzen und Schädigung des Gelenkes führen, da die Belastung im Gelenk beim Gehen, Laufen und Springen dadurch stark erhöht ist.

Der morgendliche Anlaufschmerz tritt im Frühstadium der Hüftarthrose auf und verschwindet meist nach einigen Schritten wieder. Dies können die ersten Warnzeichen sein und sollten daher ernst genommen werden. Je früher die Hüftarthrose behandelt wird, desto besser.

Im weiteren Verlauf kann es nach Belastung zu Schmerzen im Bereich der Außenseite oder der Leiste kommen. Weiterhin können Schmerzen in Ruhe und beim Drehen des Beines auftreten, außerdem eine zunehmende Bewegungseinschränkung.

Die Hüftarthrose tritt nicht nur bei älteren Patienten auf. Auch bei jüngeren Patienten kann es, bedingt durch eine Verletzung oder eine angeborene Fehlstellung, zum Verschleiß des Hüftgelenkes kommen.

Für eine optimale Diagnose können wir bei Ihnen bildgebende Verfahren wie eine digitale Röntgenuntersuchung und ein MRT einsetzen. So verfügt das ALBERTUS ZENTRUM seit Anfang 2020 über ein hochmodernes 3 TESLA MRT, das eine wesentliche bessere Bildqualität als andere Geräte liefert. Außerdem verkürzt es die Untersuchungsdauer.

Vereinbaren Sie einen Termin unter 02161 54 93-100

Behandlungen und Therapien

Die konservative Therapie hat zunächst die Schmerzlinderung zum Ziel. Neben der medikamentösen Schmerzmedikation kommt hier die Physiotherapie zum Einsatz mit Wärmeanwendungen, speziellen Massagetechniken und Krankengymnastik. Im weiteren Verlauf wird durch die Geräte gestützte Trainingstherapie eine Steigerung der Kraft, der Ausdauer und der Koordination der Muskulatur, der Sehnen und Bänder angestrebt.

Injektionsbehandlungen mit Hyaluronsäure

Eine wirksame Therapieform bei einer Hüftarthrose stellt die Hyaluronsäure-Therapie dar. Hyaluronsäure ist Bestandteil der Gelenkflüssigkeit in jedem – auch dem gesunden – Gelenk. Haben Sie eine Hüftgelenkarthrose besitzt das Hüftgelenk häufig zu wenig Hyaluronsäure. Das Gelenk hat nicht mehr genug „Schmierstoffe“ zur Verfügung, um einen reibungslosen und schmerzfreien Bewegungsablauf zu gewährleisten.

Der Facharzt für Orthopädie injiziert die Hyaluronsäure in einer schmerzarmen bis schmerzlosen Prozedur, in einer kleinen Lokalanästhesie der Haut, unter Ultraschallkontrolle, direkt in das Hüftgelenk.

Die Hyaluronsäure-Therapie ist sehr nebenwirkungsarm. Die Kosten übernimmt in der Regel ihre private Krankenversicherung. Gesetzliche Krankenversicherungen bezahlen die Therapie in der Regel nicht.

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Hüftoperation

Auch in diesem Falle stellt die operative Therapie nicht das erste oder zweite Behandlungsverfahren, sondern das letzte Behandlungsverfahren dar, welches nur dann zum Einsatz kommt, wenn sämtliche sinnvollen konservativen, also nicht operativen Behandlungen, erfolglos angewandt worden sind. Es ist außerdem erforderlich sorgfältig abzuklären, welche Begleitfaktoren zu den Hüftgelenkbeschwerden führen. Sehr häufig kommt es vor, dass Wirbelsäulenbeschwerden, die nicht unbedingt vom Patienten selbst wahrgenommen werden müssen, Hüftgelenkbeschwerden verschlimmern oder gar alleine verursachen. Nach sorgfältigem Gespräch und eingehender körperlicher Untersuchung wird der erfahrene Facharzt für Orthopädie mit Ihnen zusammen entscheiden, welche konservativen Behandlungsverfahren in Ihrem persönlichen Falle sinnvoll sind. Erst wenn die nicht operativen Verfahren vollständig ausgeschöpft worden sind und sich kein zufriedenstellender Erfolg eingestellt hat, ist ein endoprothetischer Ersatz des betroffenen Gelenkes zu diskutieren. Hierbei empfehlen wir Ihnen nicht nur den optimalen Operationszeitpunkt, sondern in Zusammenarbeit mit unseren Partnerkliniken auch die für Sie optimale operative Lösung.

Dieser Text wurde vom Fachbereich Orthopädie verfasst. Mehr Infos und das Impressum Fachbereich Orthopädie haben wir für Sie verlinkt. Wünschen Sie mehr Informationen, dann schauen Sie bei "Von A bis Z" vorbei.