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Die Hand aus orthopädischer Sicht

Sie haben Beschwerden mit Ihrer Hand und suchen nach einer Lösung? Dann können Sie sich mit unserer Schnellübersicht einen Überblick über die Ursachen Ihrer Beschwerden machen. Weiterhin zeigen wir Ihnen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten auf.

Beschwerden und Ursachen

Häufig bemerken wir erst welchen hohen Stellenwert unsere Hände für uns haben, wenn es in diesem Bereich zu Schmerzen kommt. Unsere Hände sind ein unerlässliches und vielfach am Tag benutztes Werkzeug. Erkranken sie, kommt zu den Schmerzen eine mehr oder weniger ausgeprägte Funktionseinschränkung hinzu. Handschmerzen empfinden Sie meist im Handteller. In diesem Bereich gibt es viele kleine Muskeln, während sich am Handrücken nur Fingersehnen und Bindegewebe befinden. Durch den feingliedrigen Aufbau ist Ihre Hand sehr anfällig für Verletzungen, Überbeanspruchung und Gelenkverschleiß (Arthrose). Handschmerzen können in verschiedensten Facetten auftreten. Ist die Ursache Ihrer Handbeschwerden eine Überlastung, kann schon eine Ruhigstellung zur Linderung der Beschwerden führen.

Unsere erfahrenen Fachärzte für Orthopädie im ALBERTUS ZENTRUM helfen Ihnen bei der Diagnose und Behandlung Ihrer Handbeschwerden. Dazu stehen ihnen bildgebende Verfahren, wie das digitale Röntgen oder eine Untersuchung im modernen MRT zur Verfügung. All diese Untersuchungen erhalten Sie unter einem Dach.

Fingerarthrose: Arthrose der Fingergelenke

Arthrose der Fingergelenke (Fingerpolyarthrose) ist eine recht häufige Ursache für Schmerzen in der Hand. Je nachdem, welches Gelenk der Finger betroffen ist, unterscheiden wir die Schmerzen im Bereich der Fingerendgelenke (Heberden-Arthrose). Dabei kommt es zu häufig sehr schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und teilweise extremen Schmerzen in den Fingerendgelenken. Oft gibt es bei der Fingerendgelenkarthrose eine familiäre Vorbelastung. Häufig sind auch die Fingermittelgelenke betroffen, die im Falle einer aktivierten Arthrose gerötet, geschwollen und druckschmerzhaft sein können. Am häufigsten von allen Gelenken der Finger ist das Daumensattelgelenk betroffen. Wir sprechen hier von der sogenannten Rhizarthrose.

Wir unterscheiden bei der Fingerarthose zwei Formen:

  1. Primäre Arthrose: Arthrose aus familiärer Vorbelastung, wenn z. B. die Mutter eine ähnliche Erkrankung hat oder hatte. Oder wenn eine Arthrose unbekannter Ursache vorliegt.
  2. Sekundäre Arthrose: Ursache sind dann Krankheiten wie Gicht oder latente Gicht sowie auch rheumatoide Arthritis.

In vielen Fällen ist die Ursache der Arthrose in den Fingergelenken eine langfristige Überlastung.

Wie wir Ihnen bei Ihrer Arthrose der Fingergelenke helfen können, erfahren Sie nach einer ausführlichen Untersuchung durch unsere Fachärzte für Orthopädie.

Vereinbaren Sie einen Termin unter 02161 54 93-100

Infovideo zum Thema Arthrose

Arthrose ist der Verschleiß unserer Gelenke, auf den unser Körper mit einer Entzündung reagiert, die wiederum einen Teufelskreis in Gang setzt, der den Knorpel noch weicher und mechanisch empfindlicher macht. Das Gelenk zerstört sich mit wachsender Geschwindigkeit selbst. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die Entzündung im Gelenk so früh wie möglich entweder zu verhindern, oder wenn sie schon vorhanden ist, zu stoppen. Wir sind in der Lage, mit sehr kleinen Sonden in einer sehr schmerzarmen bis völlig schmerzlosen Prozedur, entzündungshemmende Substanzen gezielt in das Gelenk zu bringen.

Behandlungsmethoden zur Fingerarthrose

Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um einen Engpass im Handgelenk, genauer gesagt im Karpaltunnel. Im Karpaltunnel verläuft neben den Fingerbeugesehnen der Nervus medianus. Dieser Nerv steuert bestimmte Handmuskeln einiger Finger und sogar einen Teil der Handfläche an. Durch einen erhöhten Druck im Karpaltunnel wird der Nervus medianus eingeengt und geschädigt. Die ersten Symptome des KTS können Taubheitsgefühle in den Fingern und Schmerzen in der Hand sein. Grund für die Einengung des Karpaltunnels können mechanische Veränderungen, Brüche oder geschwollene Sehnenscheiden sein. Oft findet sich allerdings keine klare Ursache.

Vom Karpaltunnelsyndrom sind bis zu 5% der Bevölkerung betroffen. Besonders häufig leiden Frauen zw. 40 und 60 Jahren an diesem Syndrom.

Zur Linderung eines leicht ausgeprägten Karpaltunnelsyndrom kommen entzündungshemmende Mittel oder eine zeitweise Ruhigstellung des Handgelenks mittels einer Schiene zum Einsatz. Bringen diese konservativen Maßnahmen keine Linderung kann ein operative Maßnahme, wie die Nerven-Dekompression helfen.

Nerven-Dekompression: Eine Behandlungsmethode bei einem Karpaltunnel-Syndrom

Schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans)

Den Schnellender Finger kennen Sie vielleicht unter einem seiner Synonyme, Schnappfinger, Triggerfinger oder snapping finger. Er ist ein recht häufig anzutreffendes Krankheitsbild, von dem überwiegend Frauen ab 50 Jahren betroffen sind. Die Erkrankung ist verbunden mit einem schmerzhaften Schnapp-Phänomen eines oder mehrerer Finger. Symptome des schnellenden Fingers sind ein Schnappen beim Beugen nach vorne sowie Schwierigkeiten, den betroffenen Finger auszustrecken. Verursacht wird der schnellende Finger häufig durch eine entzündliche Einengung der Sehnenscheide.

Zur Diagnose reicht in vielen Fällen eine klinische Untersuchung. Um aber knöcherne Veränderungen und/oder Weichteilverkalkungen ausschließen zu können, sollten wir bei Ihnen vor einer Behandlung eine Rötgenuntersuchung der betroffenen Hand machen.

Als operative Maßnahme zur Behandlung des schnellenden Fingers eignet sich eine sogenannte Ringbandspaltung.

Ringbandspaltung: Eine Behandlungsmethode bei einem schnellenden Fingern/Daumen

Überbein (Ganglion)

Ein Ganglion wird umgangssprachlich auch als Überbein bezeichnet. Es ist eine gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Zyste. Es handelt sich konkret um eine Ausstülpung der Gelenkschleimhaut nach außen. Ein Überbein entsteht nicht von ungefähr. Daher sollte man zunächst einmal die Ursache der Entstehung eruieren. Sehr häufig kommt es vor, dass entzündliche Reize im Gelenk, z. B. verursacht durch eine Arthrose, das Überbein überhaupt erst entstehen lassen. Eine Behandlung sollte daher nach Möglichkeit konservativ, z. B. über eine Injektionstherapie erfolgen. Wenn der Entzündungsreiz im betroffenen Gelenk hierdurch erfolgreich beseitigt wird, wird das Überbein von selbst verschwinden. Nur in sehr seltenen Fällen, nämlich dann, wenn es nicht möglich ist, den auslösenden Reiz im betroffenen Gelenk zu beseitigen und gleichzeitig das Überbein nicht nur kosmetisch sondern auch mechanisch störend ist, ist eine operative Ganglionentfernung sinnvoll. Diese kann in unserem  ambulaten Operationszentrum in einem minimalinvasiven Eingriff erfolgen.

Operative Ganglionentfernung: Eine Behandlungsmethode bei einem Überbein

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Behandlungen und Therapien

Injektionsbehandlungen mit Hyaluronsäure

Eine wirksame Therapieform bei einer Fingerarthose stellt die Hyaluronsäure-Therapie dar. Hyaluronsäure ist Bestandteil der Gelenkflüssigkeit in jedem – auch dem gesunden – Gelenk. Haben Sie eine Fingerarthrose besitzt das Fingergelenk häufig zu wenig Hyaluronsäure. Das Gelenk hat nicht mehr genug „Schmierstoffe“ zur Verfügung, um einen reibungslosen und schmerzfreien Bewegungsablauf zu gewährleisten.

Unser Facharzt für Orthopädie injiziert die Hyaluronsäure in einer schmerzarmen bis schmerzlosen Prozedur, in einer kleinen Lokalanästhesie der Haut, direkt in das Fingergelenk.

Die Hyaluronsäure-Therapie ist sehr nebenwirkungsarm. Die Kosten übernimmt in der Regel ihre private Krankenversicherung. Gesetzliche Krankenversicherungen bezahlen die Therapie in der Regel nicht.

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Operative Nervendekompression

Mit der operativen Nervendekompression können wir Ihr Karpaltunnelsyndrom behandeln. Bei diesem Eingriff erfolgt ein etwa 2-3 cm langer Schnitt zwischen Daumen und Kleinfingerballen. Dieser durchtrennt ein Halteband (Retinaculum flexorum), das sich über den Karpaltunnel spannt. Das Band vernarbt in Erweiterung des Tunnels, so dass keine Funktionseinschränkung zurück bleibt. Sie können bereits nach der ersten Nacht frei von Symptomen sein, da der Nerv direkt nach dem operativen Eingriff wieder voll durchblutet wird.

Operative Ringbandspaltung

Die Ringbandspaltung ist eine ambulant durchgeführte operative Maßnahme zur Behandlung des schnellenden Fingers. Bei ihr wird das horizontal verlaufende Ringband durchtrennt, das für die angeschwollenen Sehnen des betroffenen Fingers ein Hindernis dargestellt. Durch den Eingriff wird dieses Hindernis dauerhaft beseitigt. Die entzündeten und geschwollenen Sehnen können nun abschwellen. Durch die Ringbandspaltung wird die Beweglichkeit der Finger dauerhaft wiederhergestellt.

Operative Ganglionentfernung

Durch einen ambulant durchgeführten operativen Eingriff können wir Sie von Ihrem Überbein befreien. Dazu wird der Stiel des Ganglions frei gelegt und dieses dann schnell entfernt. Nach diesem Eingriff sollten Sie sich drei bis vier Wochen Schonzeit gönnen.

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Dieser Text wurde vom Fachbereich Orthopädie verfasst. Mehr Infos und das Impressum Fachbereich Orthopädie haben wir für Sie verlinkt. Wünschen Sie mehr Informationen, dann schauen Sie bei "Von A bis Z" vorbei.