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Der Fuß aus orthopädischer Sicht

Sie haben Beschwerden mit Ihrem Fuß und suchen nach einer Lösung? Dann können Sie sich mit unserer Schnellübersicht einen Überblick über die Ursachen Ihrer Beschwerden machen. Weiterhin zeigen wir Ihnen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten auf.

Beschwerden und Ursachen

Es ist erstaunlich, dass wir bei den vielen Tausenden von Kilometern, die wir im Laufe unseres Lebens gehen, nicht häufiger Beschwerden am Fuß haben. Denn der Fuß ist ein sehr komplexes, aber auch widerstandsfähiges System. Viele kleine Knochen im Fuß sind für diese Komplexität verantwortlich. Die Komplexität ist aber auch ein Grund für die Anfälligkeit für Beschwerden im Fuß. Für die tägliche Arbeit muss Ihr Fuß viele Muskeln aktivieren. Dabei müssen Bänder die Gelenke stabilisieren, dürfen sie aber nicht in ihrer Bewegung einschränken. So entstehen viele mögliche Störquellen, die zu Beschwerden führen können. Durch eine umfassende persönliche Beratung unserer Fachärzte für Orthopädie helfen wir Ihnen die Ursache der Fußbeschwerden zu erkennen. Denn auch oberhalb des Fußes kann eine gestörte Statik, wie sie z.B. durch X- oder O-Beine entsteht, zu Beschwerden im Fuß führen.

Zu bekanntesten Beschwerden am Fuß zählen:

Ursachen von Fußschmerzen: VIDEO

Der Fuß besteht aus vielen kleinen und größeren Knochen, Sehnen, Bändern und Muskeln. Durch Fehlbelastung kann es zu Schmerzen, außerdem zu Fehlstellungen des Fußes und der Zehen, wie Hallux valgus, Spreizfuß oder Hammerzehen kommen. Fußbeschwerden können fast immer ohne operative Eingriffe deutlich gebessert werden, z. B. durch Einlagen, Physiotherapie oder auch durch eine schmerzlose lokale Schmerztherapie. Von ganz besonderer Bedeutung ist es, dass die Vielzahl der Gelenke und Bandverbindungen sowie Muskeln am Fuß durch den erfahrenen Facharzt für Orthopädie exakt untersucht wird und klar herausgearbeitet wird, welcher Teil des Fußes wirklich für die Beschwerdeauslösung verantwortlich ist. Nur in seltenen Fällen sind Fußoperation unvermeidbar. Dann sollte individuell der optimale Eingriff gewählt werden, welcher in der Regel ambulant ausgeführt werden kann.

Hallux Valgus

Der Hallux valgus ist eine schmerzhafte Fehlbildung der Großzehe. Sie kennen die Fehlbildung evtl. auch unter den Namen Frostballen oder Ballengroßzehe. Er ist einer der häufigsten Verformungen des Fußskeletts. In den meisten Fällen ist er die Folge eines Spreizfußes. Durch ein Abflachen des vorderen Fußquergewölbes wird der Vorderfuß breiter. Nun verschiebt sich der erste Mittelfußknochen leicht nach außen. Zur gleichen Zeit neigt sich der große Zeh nach innen und nähert sich den mittleren Zehen an. Die Fehlstellung ist geboren. Eine falsche Belastung und eine schwache Fußmuskulatur können den Hallux valgus noch verstärken. Erbliche Faktoren und eine Bindegewebsschwäche können bei der Entwicklung des Hallux valgus auch eine Rolle spielen. Bei Frauen kann das Tragen von hochhackigen und zu engen Schuhen ein weiterer Grund für die Enstehung des Hallux valgus sein.

Beschwerden beim Hallux Valgus

  • Hühneraugen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Schmerzen im Bereich des Großzehengrundgelenkes

Unbehandelt kann ein Hallux Valgus zu einer dauerhafte Fehlbelastung führen, die mit vorzeitiger Abnutzung des Gelenke (Arthrose) einhergeht.

Mit einer operativen Korrektur den Hallux valgus behandeln

Hallux Rigidus

Der Hallux Rigidus bezeichnet eine Versteifung des Großzehengrundgelenkes. Von dieser Art der Erkrankung sind ca. 2–3 % der Bevölkerung über 50 Jahren betroffen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Grund für die Versteifung ist eine zunehmende Abnutzung der Gelenkflächen, was zu einem Verschleiß des Gelenkknorpels führt. Es kommt zu Entzündungen im Gelenk, die Schmerzen verursachen. Diese Schmerzen können je nach Stadium auch in Ruhe auftreten. Durch die Entzündungen im Gelenk verengt sich der Gelenkspalt, was dann zu einer Einschränkung der Beweglichkeit des Großzehengrundgelenkes führt. Ein Hallux Valgus kann die Ursache für den Hallux Rigidus sein.

Mit einer operativen Korrektur den Hallux rigidus behandeln

Hammerzehen

Bei den Hammerzehen handelt es sich um eine Kleinzehenfehlstellung. Dabei ist von Hammerzehen die Rede, wenn einer oder mehrere der Kleinzehen am Fuß verformt sind. Das Mittelgelenk am Zeh kommt dabei in eine dauerhafte Beugestellung, was dazu führt, dass der Zeh oben am Schuh scheuert. So eine Fehlstellung kann zum Beispiel durch vererbte Veranlagung entstehen. Weitere Ursachen sind Verschleiß oder andere Fehlstellungen im Fuß, die sich dann auch auf die kleineren Zehen auswirken. So kommen z.B. häufig Hammerzehen in Kombination mit Spreizfüßen und dem Hallux Valgus vor. Anfangs spüren Sie noch keine Schmerzen. Deshalb lassen sich Menschen mit Hammerzehen häufig erst bei akuten Beschwerden behandeln.

Mit einer operativen Korrektur Hammerzehen behandeln

Fersensporn

Ein Fersensporn ist eine recht häufig vorkommende Beschwerde am Fuß. Ca. 10% der Bevölkerung haben mit solchen Beschwerden an der Ferse zu kämpfen. Es handelt sich um einen kleinen, spitzen Knochenauswuchs an der Fußsohle. Dieser führt nicht immer zu Schmerzen. Erst wenn sich das Gewebe um den Fersensporn entzündet spüren sie Schmerzen. Das Hauptsymptom des Fersensporns sind Schmerzen beim Auftreten. Diese Schmerzen sind nach dem Aufstehen besonders unangenehm. Es ist ein Gefühl, als würden Sie auf ein kleines Steinchen oder eine Reißzwecke treten. Die Beschwerden treten an der Unterseite des Fersenbeins auf. An dieser Stelle setzen die kurzen Fußmuskeln an der Plantarfaszie an. Eine Fersensporn ist zumeist die Folge einer Überbelastung. Solche Ursachen können u.a. sein

  • ein abgeflachtes Fußlängsgewölbe
  • eine falsche Lauftechnik
  • ein Beruf, bei dem Sie lange stehen müssen
  • Übergewicht

Der Fersensporn (auch Plantarfasziitis genannt) führt dazu, dass man reflexhaft den restlichen Fuß fehlbelastet. Wodurch es nicht selten vorkommt, dass der Patient den Arzt wegen Beschwerden z. B. am Fußaußenrand aufsucht, die aber nur deswegen entstanden sind, weil er der Schmerzhaftigkeit eines Fersensporns ausweicht und somit den Fußaußenrand fehlbelastet.

Stosswellentherapie: Eine Behandlungsmethode bei einem Fersensporn

Spreizfuß

Bei einem Spreizfuß senkt sich das Quergewölbe des Fußballens ab, was zu einer Verbreiterung des Vorderfußes führt. Diese Verbreiterung betrifft vor allem den zweiten und dritten Mittelfußknochen. Schwielen oder Hühneraugen können die sichtbare Folge eines Spreizfußes sein. Weiterhin begünstigt ein Spreizfuß die Entstehung des Hallux Valgus. Ursache für den Spreizfuß sind u.a. genetische Veranlagung, Übergewicht und ein schwaches Bindegewebe.

Ob Sie an einem Spreizfuß leiden und welche Risiken für Sie dadurch entstehen, können wir in einer ersten Untersuchung diagnostizieren. Auf einem Röntgenbild können wir genau sehen, wie weit sich bei Ihnen die Stellung der Mittelfußknochen bereits verändert hat.

Vereinbaren Sie einen Termin unter 02161 54 93-100

Behandlungen und Therapien

Stoßwellentherapie als Behandlungsmethode beim Fersensporn

Die Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine konservative Möglichkeit zur Behandlung des Fersensporns. Die Stoßwellentherapie regeneriert Bänder, Knochen und Sehnen. Während der Therapie werden gebündelte Schallwellen (Stoßwellen) auf den schmerzenden Punkt in der Ferse gerichtet. Die durch den fokussierten Ultraschall ausgelösten Vorgänge im erkrankten Gewebe reduzieren oder beseitigen ohne eine Verletzung des Gewebes die Schmerzen. Sie sind bei uns in guten Händen, da wir bereits seit über 20 Jahren Erfahrungen mit der Stoßwellentherapie haben und in dieser Zeit über tausend Behandlungen durchgeführt haben. Die Therapie ist nach unserer persönlichen Erfahrungen in 60 bis 85 Prozent der Fälle erfolgreich.
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Einlagenversorgung

Leichte Fußfehlstellungen (Hallux Valgus, Hallux Rigidus, Spreizfuß,) können wir mit Einlagen behandeln. In der Orthopädie ALBERTUS ZENTRUM erfolgt die Einlagenversorgung in der Regel nach Ganganalyse/Pedographie. Die Pedographie ist eine genaue dreidimensionale Darstellung der Druckverteilung unter dem Fuß. Diese Messung sorgt dafür, dass ein exaktes entlastendes Einlagenprofil nach Maß in der Werkstatt der Orthopädie-Schuhtechnik hergestellt werden kann. Sind sie sportlich aktiv, kann sie unser Orthopädie-Schuhtechniker mit 3-Zonen-Einlagen TRlactive WALK, PLAY und RUN versorgen.
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Operative Korrektur

Mit einer ambulant durchgeführten Fußoperation können wir Ihren Hallux Valgus und Ihre Hammerzehen behandeln. Fuß-Operationen sind oft keine Kleinigkeit und wie jeder operative Eingriff ist eine operative Korrektur nicht das erste oder zweite Mittel, was zum Einsatz kommen sollte, sondern das letzte Mittel. Was nur dann angewandt wird, wenn sämtliche nicht operativen, konservativen Behandlungsverfahren, die sinnvoll sind, erfolglos eingesetzt worden sind. Zur Einschätzung ob operative Maßnahmen erforderlich sind oder nicht und wenn ja, welche operativen Maßnahmen sinnvoll sind, bedarf es großer Erfahrung und sorgfältiger Planung. Weiterhin ist eine feinabgestimmte Nachbehandlung von Bedeutung. Ihr Arzt oder Operateur wird mit Ihnen bereits im Vorfeld über das geplante OP-Verfahren und die damit verbundene spezielle Nachbehandlung gesprochen haben. In vielen Fällen werden Sie Ihren Fuß nach der OP für einige Wochen nicht voll belasten dürfen und Gehstützen gebrauchen müssen. Manchmal reicht ein so genannter Verband- oder Vorfuß-Entlastungsschuh aus.
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Dieser Text wurde vom Fachbereich Orthopädie verfasst. Mehr Infos und das Impressum Fachbereich Orthopädie haben wir für Sie verlinkt. Wünschen Sie mehr Informationen, dann schauen Sie bei "Von A bis Z" vorbei.